Stories

" [...]vor jahren hatte er das rauchen aufgegeben, von einem tag auf den anderen, und die leichtigkeit, mit der er ohne die 50 bis 60 zigaretten lebte, die er davor täglich geraucht hatte, ließ ihn über das entbehrliche nachdenken. als nächstes den alkohol aufgeben, dann die liebe, dann das essen- es schienen ihm leichte, natürliche schritte zu sein, nach deren letzten ihm seine physische existenz entbehrlich wäre.[....]
mit der aufnahme des zölibatären lebens eínes manns in kutte hatte er auch gleich den nächsten schritt gemacht, und das essen wurde ihm ohnehin immer gleichgültiger. oft war ihm als schwebe er. als berühre er die erde nicht wirklich mit seinem füßen. ihm war auch als nähmen ihn die menschen nicht wirklich wahr oder als seien die gesichter und körper, die er sah. gar nicht wirkliche, lebendige menschenm sondern schemen,gebilde, die sich formten und auflösten und wieder formten und wieder auflösten [...]" (Bernhard Schlink, "Liebesfluchten")

21.5.06 10:07, kommentieren

Du bist min (Anonym)

Du bist min und ich bin din,
des solst du gewis sin.
Du bist beslozzen in meinem Herzen,
verloren ist das Slüzzlein.

15.5.06 19:01, kommentieren